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Die Stadt Köln war bereits in den 1980er Jahren und Anfang der 1990er Jahre eines der bekanntesten Zentren für zeitgenössische Kunst in Europa, wenn nicht gar weltweit. Ihre zahlreichen Galerien sowie von Künstlern betriebenen Ausstellungsräume brachten ihr einen herausragenden Ruf ein. Köln wurde zu einem Anziehungspunkt für lokale und internationale Künstler, um ihre Werke zu präsentieren, zu verkaufen und Kontakte zu anderen Kunstschaffenden zu pflegen. Noch heute bilden die pulsierenden Künstlergemeinschaften, das gesellschaftliche Engagement und die ausgezeichneten Marktbedingungen das Herz der Kölner Kunstszene. Die Kunstmesse KÖLNER LISTE wurzelt in dieser großen künstlerischen Tradition. Sie richtet sich nicht nur an aufstrebende Kölner Künstler, sondern an Kunstbegeisterte aus der ganzen Welt, die Freude daran haben, in Galerien und Museen noch unbekannte Perlen zeitgenössischer Kunst zu genießen.

Wussten Sie schon: Eine pulsierende Künstlergemeinschaft, gesellschaftliches Engagement und ausgezeichnete Marktbedingungen bilden das Herz der Kölner Kunstszene

KÖLNER LISTE 2017 • Ein Hafen für aufstrebende Künstler

Die KÖLNER LISTE ist eine moderne, authentische Kunstmesse, die 2014 gegründet wurde. Ihr Hauptziel besteht darin, innovative Künstler aus verschiedenen Bereichen wie Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Druckgrafik, Mixed Media, Installationen, Performance- und Videokunst zusammenzubringen. Die Vielfalt der Stile und Themen der im Rahmen der KÖLNER LISTE ausgestellten Kunstwerke verspricht ein einzigartiges Erlebnis für Künstler, Besucher und Kunsthändler. Darüber hinaus dient die Kunstmesse als Ort der Begegnung für weniger bekannte Künstler, deren Werke erschwinglicher sind als die von einigen der großen Namen in den prestigeträchtigen Kölner Galerien, die diesen in puncto Kreativität jedoch absolut ebenbürtig sind. Die KÖLNER LISTE freut sich darauf, zahlreiche nationale und internationale Künstler dazu einzuladen, ihre Werke zu präsentieren. Zudem arbeiten wir begeistert mit Streetart-Künstlern zusammen, deren innovative Werke in vielen renommierten Galerien auf der ganzen Welt zunehmend Anklang finden. Unser charmanter historischer Standort in der XPOST Köln bietet Raum für eine große Anzahl unterschiedlichster Kunstwerke – von kleinen Grafiken bis hin zu monumentalen Installationen. Dies macht die Location zu einer attraktiven Adresse für potenzielle Aussteller.

Die Qualität der gezeigten Werke liegt uns genauso am Herzen wie ihre Vielfalt. Auf beeindruckenden 4000 Quadratmetern werden Werke der begabtesten aufstrebenden Künstler vorgestellt, die von unseren drei Kuratoren Dr. Peter Funken, Stefan Maria Rother und Guillaume Trotin ausgewählt wurden. Wir laden nationale und internationale Künstler – unabhängig von Stil und Thema ihrer Arbeiten – dazu ein, sich für die KÖLNER LISTE 2017 zu bewerben, die sich für Kunstliebhaber, die in die Welt authentischer zeitgenössischer Kunst eintauchen wollen, einmal mehr als ein einzigartiges Erlebnis präsentieren wird.

Frühe Kölner Künstler • Künstlergemeinschaften am Niederrhein

Bereits lange vor der Gründung moderner Kunstmessen wie der KÖLNER LISTE war die Stadt bei Künstlern beliebt. Im Spätmittelalter war Köln eine elegante und wohlhabende Handelsstadt, die in der Gunst von Päpsten und Kaisern stand. Dies überrascht nicht, denn Köln war damals die größte deutsche Stadt und ein wichtiges Universitätszentrum mit einer kosmopolitischen Bevölkerung aus Malern, Bildhauern, Goldschmieden und sachkundigen Kunstsammlern. Die meisten Maler der Stadt gingen ihrer Kunst in der Kölner Altstadt, in der Gegend rund um die Schildergasse nach. In diesem geografisch wichtigen Stadtteil war die berühmte Kölner Malerschule zuhause, deren Maler ihre Werkstätten in der Zeit von ca. 1300 bis 1550 im Niederrheingebiet hatten. Ihre Werke waren von den alten französischen künstlerischen Idealen und Eyckischen Proportionen langgestreckter Figuren, anmutiger Gestik und hochentwickelter Ikonographie beeinflusst. Die Entwicklung der Kölner Malerschule, die sich über mehr als zwei Jahrhunderte erstreckte, ist einer der wichtigsten Meilensteine in der Geschichte der niederrheinischen Kunst und bereitete den Boden für zahlreiche künstlerische Bestrebungen in der Stadt Köln und deren Umgebung.

Wussten Sie schon: Die Kölner Altstadt rund um die Schildergasse war das Zuhause der berühmten Kölner Malerschule, die von 1300 bis 1550 tätig war

Die Welt der Kölner Kunst ab Ende der 1960er Jahre bis heute

Ein weiteres wichtiges Ereignis in der Geschichte der Kunstszene der Stadt war die Gründung des Kölner Kunstmarkts im Jahr 1967 durch die ansässigen Künstler Hein Stünke und Rudolf Zwirner. Ihr Ziel war es, dem bereits aktiven westdeutschen Kunstmarkt der späten 1960er Jahre neues Leben einzuhauchen. Der Kölner Kunstmarkt – heute auch als Art Cologne bekannt – ist die weltweit älteste Messe für zeitgenössische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Dank dieses bedeutenden Ereignisses steigt die Zahl der Künstler, die Köln besuchen, seit den 1970er Jahren beständig an. Heute ist Köln die viertgrößte Stadt Deutschlands; in Sachen Kunst braucht sie den Vergleich mit den berühmtesten Kunstmetropolen der Welt wie London, Paris und New York City jedoch nicht zu scheuen. Für Kenner steht die deutsche Stadt, deren moderne Galerien und Museen für die Mischung klassischer und nicht-traditioneller Stile bekannt sind, an der Spitze der internationalen Kunstszene. Neben den üblichen Galerien, in denen Kunstwerke aus den Bereichen Malerei und Fotografie zu sehen sind, gibt es in Köln außerdem von jungen Grafikdesignern und zeitgenössischen Bildhauern betriebene Kunsträume. Für alle, die etwas anderes als einen traditionellen Museumsbesuch erleben möchten, ist Köln die richtige Wahl.

Wussten Sie schon: Im Jahr 1967 gründeten die Kölner Künstler Hein Stünke und Rudolf Zwirner den Kölner Kunstmarkt, um dem westdeutschen Kunstmarkt neues Leben einzuhauchen